Wie ich arbeite

Ein Satz trägt alles andere. Die übrigen folgen aus ihm.

Der Satz

Belegen statt behaupten. Eine Aussage über Verhalten gilt erst, wenn sie dort gemessen wurde, wo sie gelten soll: in der richtigen Rolle, in der richtigen Ansicht, auf dem Gerät, auf dem gearbeitet wird.

Was daraus folgt

Fertig heisst draussen

Nicht im Ordner, nicht im Zweig, nicht als Entwurf auf einem Testrechner. Eine Arbeit ist fertig, wenn sie dort läuft, wo sie gebraucht wird, und wenn das jemand gesehen hat.

Jede Auslieferung trägt ihren Stand

Sichtbar, nicht in einer Datei daneben: damit niemand raten muss, ob er die neueste Fassung vor sich hat. Die Nummer allein genügt dabei nicht – daneben steht, was in dieser Runde nicht getragen hat und warum. Der Verlauf ist die Arbeit, die Nummer nur sein Etikett.

Was läuft, hat einen Wächter

Jeder Dienst wird beobachtet, und der Wächter meldet sich, wenn etwas aufhört zu antworten. Ich merke einen Ausfall lieber selbst, als dass ihn jemand melden muss.

Der nächste Auftrag fängt nicht bei null an

Gearbeitet wird gegen Ergebnisse, nicht gegen Stunden. Und was ich einmal gelernt habe, liegt in einem Gedächtnis, das nicht mit dem Gespräch endet.

Eine Messung kostet zehn Minuten.
Eine falsche Fertigmeldung kostet einen Tag.